An nationalen Mehrkampfmeeting in Landquart sorgten gleich 2 Teufner Mehrkämpfer für internationale Glanzlichter. Andrin Huber gewann überlegen den 10-Kampf mit aktueller Jahresweltbestleistung und Antonia Gmünder schafft die Limite für die U20 Europameisterschaften in Tallinn, Estland.

Der U18 Athlet Andrin Huber hat in Testmeetings seine grossen Fortschritte angedeutet, aber ein Exploit mit 6 neuen persönlichen Bestleistungen übertraf die kühnsten Erwartungen. Bei anspruchsvollen windigen Verhältnissen stieg der Gossauer Athlet über 100 m in 11.57 sec in den Wettkampf, seine Schnelligkeit setzte Huber mit der nächsten Bestleistung im Weitsprung mit 6.55 m erfolgreich um. Grossartig sind auch die Steigerungen im Wurf, die 5 kg Kugel wuchtete er auf 15.19 m, den Diskus schleuderte er auf 39.83 m, die weiteren Bestleistungen erreiche Huber im Stabhochsprung mit 4.00 m und beflügelt von seinen Leistungen überquerte er das Ziel über 1500 m in 4.32min. Mit 7051 Punkte gewann er mit beinahe 700 Punkten Vorsprung, was gleichzeitig die höchste Punktzahl weltweit in diesem Jahr bedeutet. Leider mussten pandemiebedingt die Europameisterschaften abgesagt werden, diese Limite übertraf er um 551 Punkten und er hätte in Italien in die Fusstapfen von Simon Ehammer treten können.

Am gleichen Wettkampf nahm auch die U20 Athletin Antonia Gmünder Richtung europäische Konkurrenz Fahrt auf. Sie ist eine weitere Athletin, welche vom fundierten Grundlagentraining der Sportlerschule Appenzellerland profitiert und mit dem intensiven Techniktraining rund um das Trainerteam von Karl Wyler im TV Teufen aktuell grosse Fortschritte macht. In Landquart erreichte sie 4 neue persönliche Bestleistungen. Gleich zum Auftakt verbesserte sie ihre Hürdenzeit auf beachtliche 14.16 sec, was national unter den Spezialistinnen Rang 2 gleichkommt. Im Kugelstossen pulverisierte sie ihre Bestmarke um 1.15 m auf 11.53 m. Im Hochsprung steigerte sie sich auf 1.69 m und über 200 m lief sie in 24.86 sec über die Ziellinie. Weiter zur grossen Steigerung im 7-Kampf trugen 5.42 m im Weistprung, 35.71 m im Speerwurf und 2.28 min. über 800 m bei. Schlussendlich gewann Gmünder mit hervorragenden 5302 Punkten und übertraf die Limite für die Europameisterschaften in Tallinn um 52 Punkte.

In derselben Kategorie startete auch Lea Ehammer. Sie konnte mit Trainingsrückstand nicht an ihre grossen Fortschritte der letzten Saison anschliessen und belegte Rang 12.

In der Kategorie U18 startete auch Cédric Deillon mit grossen Ambitionen. Er ging mit 11.63 sec und neuer Bestleistung über 100 m vielversprechend in den Wettkampf, setzte den Mehrkampf mit 6.36 m im Weitsprung erfolgreich fort und erzielte die nächste persönliche Bestleistung im Kugelstossen mit 13.52 m und schleuderte den Diskus auf 40.52 m. Leider konnte der Speicherer Athlet nicht in allen Disziplinen sein Potenzial abrufen. So resultierten schlussendlich 5739 Punkte, was Rang 7 ergab.

In Landquart stieg auch Simon Ehammer in die Freiluftsaison. Er teste die Wurfdisziplinen bevor es nächstes Wochenende am internationalen Mehrkampfmeeting in Götzis auf die Limitenjagd für die Olympischen Spiele in Götzis geht. Die Wurfdisziplinen waren bisher noch sein Manko um bei den aktiven den Anschluss zur Weltspitze zu finden, deshalb legte der Steiner in den Vorbereitungen das Augenmerk für Götzis auf die Würfe. In seiner bisher schwächsten Disziplin dem Diskuswurf gelang ihm gleich im ersten Wettkampf eine enorme Steigerung auf 39.36 m, im Speerwurf haderte er mit starkem Wind und kam auf 51.38 m.

Mit Miryam Mazenauer und Manuel Weibel starteten 2 Athleten am nationalen Pfingstmeeting in Basel. Die Kugelstösserin Mazenauer setzte ihren Aufwärtstrend erfolgreich fort. Bei idealen Bedingungen verbesserte sie ihre persönliche Saisonbestleistung auf 15.35 m, ihr zweitbester Versuch landete bei 15.30 m, mit dieser Konstanz dürfen weitere Steigerungen erwartet werden.

Der U18 Athlet Manuel Gerber startete in dieser Saison erstmals über 200 m. Mit 22.73 sec gelang ihm in Basel eine enorme Steigerung, was den Gossauer im Teufner Dress auf national auf Rang 2 bringt.

(Bericht: Hans Koller, Fotos: athletix.ch)