Il Cuors da Flem

Nach einer eher kühlen Woche erwartete uns ein wunderbarer, sonniger Morgen in Flims. Schon die Fahrt ins Bündnerland machte uns gluschtig auf den Lauf.

Vom Parkplatz aus suchten wir die Turnhalle. Der Anlass ist sehr familiär und überschaubar. Insgesamt nahmen rund 300 Läufer daran teil. Alle sind freundlich und bündnerisch sehr nett. Der Speaker hielt die Läufer bei Laune und nahm einem ein bisschen die Nervosität.

Die gelb-roten Leibchen von Erika, Nicole und Martin waren auch schon bald sichtbar.

Noch schnell ein Gruppenfoto, bevor dann die drei in der ersten Startgruppe sich zur Ziellinie vorwagen konnten. Punkt 11.00 Uhr ging der Startschuss los.

Ich musste mich hingegen noch endlos lange 15 Minuten gedulden. Ruedi auf dem Bike fuhr schon mal los, um die Teufener und mich bildlich festzuhalten und zu unterstützen. Walter Gygax war bereits vorher sehr aktiv an der Strecke und feuerte an.

Endlich 11.15 Uhr….und los! Erstaunlich für einen Berglauf: zuerst abwärts auf einem breiten Wanderweg. „Süüferli, süüferli“…bis dann endlich die Läuferschlange auseinander gezogen war und ich mein Tempo laufen konnte.

Die Strecke ist sehr abwechslungsreich, auch der Untergrund: Asphalt, Wanderwege, wurzlige Trails. Abwärts wurde ich oft überholt, konnte aber aufwärts die verlorenen Ränge wieder aufholen.

Caumasee, Trin, Crestasee. Wie herrlich! Dieses blau! Aber nicht vergessen, auf den Richtungspfeil und die Wurzeln achten!

Dann Ruedi in Sicht: also schon zurück am Caumasee und rasch ein entspanntes Lächeln aufsetzen. Der See sieht fast ein bisschen karibisch aus: knallblau mit Grüntönen und bereits Schwimmer, die sich im eiskalten Nass vergnügten. Am liebsten wäre ich auch reingehüpft, es war nämlich „hennä-heiss“ an der Sonne.

Nun wusste ich aber, dass das Ziel in der Nähe ist. Von weitem hörte ich den Speaker und dann kam auch schon die Steigung für den Schluss-Spurt. Es war aber eher kein Spurt, vielmehr galt es, die letzten Reserven aus den Mukis zu holen und lächeln für den Fotografen. Die Strecke führte dann noch am Ziel vorbei auf eine Zusatzrunde über dem Sportzentrum. Schön für die Zuschauer, aber nochmals beissen für die Läufer.

Erika hatte zwar befürchtet, dass ich sie noch einholen würde am Ende der Strecke. Aber neeeeeiiin, dafür sind 15 Minuten zu lang und die Beine noch zu wenig bergtrainiert. Dafür hatte ich Publikum beim Zieleinlauf!.

Allen ist es gut gelaufen, trotz der noch ungewohnt sommerlichen Wärme.

Ich kann euch diesen grandiosen, schönen Lauf nur ans Herz legen! Die Reise nach Flims lohnt sich auf jeden Fall. Wenn Ruedis Fuss wieder gesund ist, werden wir diese Strecke sicher zusammen als Plausch nochmals laufen.

Bilder