Bikeweekend der Läufergruppe im Lande der ‹Tschifeler›
Das diesjährige Bikeweekend fand in der urigsten Innerschweiz, unweit des geografischen Mittelpunktes der Schweiz, der Aelggialp, statt. Das an der Brünigstrecke gelegene Hotel Bahnhof in Giswil/OW bildete während den drei Tagen für die 11 BikerInnen die sportliche, gesellschaftliche und kulinarische ‹Homebase›. Unbeeindruckt von Petrus` Wetterkapriolen gings am ersten Tag ohne Nässe von oben Richtung Brünig. Der smaragdgrüne Lungernsee und später die Bergwirtschaft Chäppeli bildeten willkommene Verschnaufpausen für die Anstiege. Nach der Wende auf der Brünigpasshöhe und einer Runde durch die Brünigschwinget-Arena gings auf abwechslungsreichen aber nicht zu unterschätzenden Trails wieder hinunter ins Tal. Ein kurzer Bikewash und ein längerer Apéro leiteten über zum feinen Grillznacht, ehe uns das Rauschen des Dorfbachs früher oder später in die Nachtruhe begleitete.
Für den nächsten Tag war die Panorama-Tour angesagt. Während die Blüemligruppe für die Fahrt zur Stöckalp den öV bevorzugte, traf die Renngruppe nach einer Einfahrrunde praktisch zeitgleich dort ein, sodass nach einer Fahrt mit der Luftseilbahn gemeinsam auf der Melchsee-Frutt gestartet werden konnte. Nach einem ersten, zünftigen Aufstieg wurden Jacken, sowie Arm- und Beinlinge ausgezogen und das Kampftenue montiert. Bergwanderwege, Trampelpfade und bikige Singletrails auf rund 2200 müM bildeten den Untergrund fürs mehrheitliche Fahren, ab und zu Schieben und weniges Tragen der Bikes. Gelegentlich blinzelte die Sonne durch die hohe Wolkenschicht und liess erahnen, welch prächtige Rundsicht möglich wäre, aber eben… In der Bergwirtschaft Käserstatt im Hasliberg wurden mit Aelplermagronen und Teigwaren die Kohlenhydratspeicher neu aufgeladen, ehe die Fahrt durch weg- und unwegsames Gelände weiterging. Für den 1000 Tiefenmeter Falllinie-Trail entschieden sich einige unverwüstliche Downhillcracks, der Rest der Welt benützte die risikoarme Zickzackstrasse ins Tal. Unbedeutende Schürfungen am ganzen Körper zeigten die Grenzen der Biketechnik und die Nachteile des Stacheldrahtes gnadenlos auf. Sauberes Wasser, ein Pflästerli drauf und Zähne zusammenbeissen – nur so gehts weiter – bis wieder zurück nach Giswil. Das am Abend in der Gartenwirtschaft unseres Hotels organisierte Konzert einer ACDC-Coverband veranlasste die müde Bikebande, das Nachtessen auswärts in einem feinen Gastlokal am Rande des Sarnersees einzunehmen – in jeder Hinsicht ein guter Entscheid!
Am bereits letzten Tag gings nochmals hinauf zum Lungernsee. Die Blüemligruppe setzte auf die Vorteile der Luftseilbahn, die Renngruppe auf die eigene Fitness für den steilen Aufstieg bis zum Berggipfel Turren. Ein Kuhfladen-Slalom führte über Alpwege und -weiden zur Fluonalp, einem an diesem Sonntag sehr gut besuchten Ausflugsbeizli mit Alpkäserei. Hindersimagronen und Chässchnitten zeugten unmissverständlich von der intensiven Käseproduktion. Die nette Bedienung aus dem Innerrhodischen versprach, dass niemand mit Hunger den schönen Ort verlassen müsse – wie recht Lydia doch hatte! Die Rückfahrt über den Aeschligrat erforderte auf den Singletrails nochmals Aufmerksamkeit, Schwindelfreiheit, Mut und Fahrkönnen. Ausrutscher und Absteiger gehören zu einer richtigen Biketour, so auch an diesem Tag. Nachdem alle sieben Sachen und die Velos gepackt und aufgeladen waren, machte sich die Bikefraktion der Läufergruppe müde, jedoch zufrieden und zu 99.9 % unverletzt auf die Rückreise von der Zentral- in die Ostschweiz. Das Bikeweekend 2026 kommt bestimmt!
Zu einigen Bildern…





