Teufen ehrt Simon Ehammer

Weltklasse aus dem Appenzellerland

Im Rahmen einer fröhlichen Feier im Lindensaal ehrt der TV Teufen zusammen mit der Gemeinde Teufen mit viel Prominenz und der Bevölkerung die ausserordentlichen Erfolge des Leichtathleten Simon Ehammer

18.15 Uhr, die Blasmusik Stein ist bereit «ihren» Star mit Pauken und Trompeten zu empfangen. Mit Freude und Stolz eröffnen sie den Abend, war Simon Ehammer doch bis vor kurzem selber Aktivmitglied und auf der Bühne spielen Eltern und die Geschwister mit.

Stück um Stück erklingt, die Spannung steigt, die Blicke sind gespannt auf den Eingang gerichtet. Plötzlich ist er da, ein überfüllter Lindensaal bricht in «Standing Ovation» aus. Die Begeisterung ist gross und der Leichtathletikstar geniesst sichtlich das Bad in der Menge, er grüsst da, winkt dort und entzückt den Saal mit seinem sympathischen Lächeln auf dem Weg zur Bühne.

 

Ja, dort sitzt er in einem roten Sessel, der Weltklasseathlet mit 3 internationalen Medaillen und mehreren Schweizer Rekorden, winkt seiner Freundin zu und scheint zu realisieren, wie viele Gäste mit ihm seine Erfolge feiern wollen. Es beginnen die Gratulationen, den Auftakt macht der Gemeindepräsident Reto Altherr. Ein «Macher» sei er, betont Altherr und dafür sei Ehammer ein Vorbild weit über die Kantonsgrenzen hinaus, und erwähnt stolz, dass eine Gemeinde wie Teufen mit dem Turnverein und der Sportschule derartige erfolge möglich machen.

Für Regierungsrat Alfred Stricker scheint der Abend ein Heimspiel zu sein. Nach der Steiner Musik einen Steiner ehren zu dürfen macht ihn sichtlich stolz Mit uneingeschränkte Freude würden wir einen Teil von Ehammers Erfolgen und dies würde uns alle ebenfalls prägen. Kurz, wie für viele an diesem Abend, ist für ihn der Erfolgsathlet einfach «de Hammer». Ein einzigartiger Mikrokosmos von  Teufen mache es möglich, dass Ehammer vom «Lausbub» zum Weltstar und Botschafter für das Appenzellerland und auch für die ganze Schweiz gereift sei.

 

Es übernimmt Hans Höhener, Verwaltungsratspräsident der Sportschule Appenzellerland. Begeistert geht auch er auf den einzigartigen Athleten ein. 2013 trat er in die Sportlerschule ein, absolvierte gleichzeitig erfolgreich die Sekundarschule Teufen als Partner der Sportschule. Von grosser Wichtigkeit anschliessend die Möglichkeit in einem sportfreundlichen Betrieb wie Sport Baumann in Appenzell die Lehre absolvieren zu können und gleichzeitig sportlich so richtig Fahrt aufnehmen zu können.

Euphorisch führt René Wyler, Leiter der Sportlerschule die Lobesreden weiter, ein Rennpferd kaum zu bändigen mit einem ungeheuerlichen Siegeswillen treibe alle immer vorwärts. In seinen Ausführungen wird ersichtlich wieviele weitere ortsansässige PersonenTeil des Erfolges sind. Sei es Yves Zellweger als ehemaliger 8m Weitspringer, Roman Wagner, Präsident der Leichtathletikriege und kompetenter Stabhochsprungtrainer und ebenfalls aus dem Turnverein hat Susanne Höhener mit enormem Wissen bezüglich Dehnen und Lockern ihren Anteil an den Grosserfolgen.

 

Weiter gratulieren auf ebenso euphorische Arte und Weise Philipp Bandi von Chef Leistungssport von Swiss Athletics, Hanspeter Jud aus dem Zentralvorstnd des Schweizerischen Turnverbandes, sowie Christain Giger, Präsident des Appenzellerturnverbandes. Sie alle heben die grosse sportliche aber auch menschliche Entwicklung vom «Hammer» hervor und betonen die Einzigartigkeit des Erfolgsrezpetes des TV Teufen und der Sportlerschule. Leader in diesem «Dreamteam», die Gebrüder Karl und René Wyler. Karl seit 49 Jahren im Verein dabei, zuerst als erfolgreicher Zehnkämpfer und aktuell als enormer Idealist und  Erfolgstrainer auf dem Höhepunkt seiner Trainerkarriere. Dann René Wyler, ebenfalls mit der Basis als Zehnkämpfer gestartet und als Sportlehrer mit vielen vertieften Weiterbildungen zum erfolgreichen Leiter des Erfolgsmodells der Sportschule Appenzellerland gereift. René bezeichnet sich als Innenminister in diesem Erfolgsteam, er plant und koordiniert vor allem im Hintergrund und Karl ist der Erfolgsgarant, dass die Athleten ihr Potential im Wettkampf erfolgreich umsetzen.

 

Der Nachwuchs drückt
Abschliessend konnten weitere hoffnungsvolle Talente geehrt werden, welche das Potenzial haben in  die Fusstapfen von Ehammer zu treten. Da ist Jenice Koller, 12. and den Europameisterschaften im Speerwurf und aktuelle Schweizer Meisterin im Siebenkampf der Kategorie U 18. Weiter Cédric Deillon aus Speicher, ebenfalls aktueller Schweizer Meister im Zehnkampf in der Kategorie U 18 und erfolgreich mit Platz 10 an den Europameischaften. Bereits in der Kategorie U  20 war Andrin Huber erfolgreich an den Weltmeisterschaften unterwegs und ebenfalls aktueller Schweizer Meister. Mit dem Ehrgeiz seines Vorbildes will er im nächsten Jahr Ehammers Schweizer Rekord im Zehnkampf angreifen und die Teufner Erfolgsgeschichte fortsetzen.

 

Den Abschluss der ausgiebigen Feierlichkeiten gestaltete Bruno Höhener, als Präsident des organisierenden Turnvereins. Verheissungsvoll schloss er ab: « Wir sehen uns im Anschluss an die olympischen Spiele von Paris 2024 wieder hier im Lindensaal» und wer dabei Simon Ehammer beobachtet hat, der weiss, auch Olympiamedaillen zu feiern wird in Teufen möglich.

(Bericht und Fotos: Hans Koller)