Simon Ehammer setzte beim Einladungs-Mehrkampf in Amriswil das absolute Glanzlicht: Der Appenzeller Zehnkämpfer stellte mit 8029 eine wahnsinnig anmutende persönliche Bestleitungen auf
Mit 8029 Punkten – 294 mehr als in seinem bisher einzigen Zehnkampf bei den Aktiven an der letztjährigen SM in Hochdorf – sorgte Simon Ehammer für das beste Resultat eines Schweizer Zehnkämpfers seit fast 20 Jahren. Er ist erst der sechste Schweizer Zehnkämpfer, der die Marke von 8000 Punkten übertroffen hat, und dies mit gerade einmal 20 Jahren. Der Letzte, der die 8000er-Grenze durchbrach, war Rolf Schläfli 2003 in Götzis (AUT).

Damit bewies Ehammer, dass er den Sprung von den U20 zu den Aktiven mühelos geschafft hat. Den Grundstein zu diesem Erfolg legte der U20-Europameister in den Sprüngen, in denen er bei den besten internationalen Zehnkämpfern angekommen ist. Im Weitsprung bestätigte er seine sensationellen Sprünge mit 8,11 m und landete zum dritten Mal in dieser Saison über 8 m, im Hochsprung überquerte er die Latte bei 2.04 m und im Stabhochsprung verbesserte er sich auf 4.90 m. Am Sonntag überzeugte er vor allem über 110 m Hürden mit 14,06 sec. Verbesserungspotential sieht der Steiner in den Würfen, die Formkurve zeigte aber ebenfalls nach oben, mit neuer Bestweite im Diskuswurf mit 35.23m. Im abschliessenden 1500-m-Lauf zapfte er erfolgreich seine letzten Kraftreserven an. Im Wissen, dass ihm 4:56 Minuten zum Übertreffen der 8000er-Grenze reichen, lief er ein kämpferisches Rennen und hatte mit 4:52,18 sogar noch Reserve auf die angepeilte Zeit. Für seinen Exploit wurde Ehammer vom Publikum mit einem langen lautstarken Applaus gefeiert, was er an diesem Wochenende in Amriswil geleistet hat, ist absolute Spitze!

Cédric Deillon in den Spuren von Ehammer
Mit dem Speicherer Cédric Deillon reift bei den Teufnern ein weiteres grosses Talent heran. In Amriswil bestritt der U 16 Athlet seinen ersten Zehnkampf in der höheren Kategorie U 18. Mit 5698 Punkten setzte auch er ein Ausrufezeichen und stellt in seiner Kategorie Extraklasse dar. Er besticht durch seine Ausgeglichenheit, über 600 Punkte erzielte er im Weitsprung mit 6.25m, im Sprint, im Kugelstossen sowie im Hochsprung und im abschliessenden 1500m Lauf glänzte er mit der besten Zeit in seiner Kategorie.

Antonia Gmünder im Aufwind
Seit dieser Saison trainiert und startet die St.Gallerin Antonia Gmünder mit den Teufnern. In Amriswil bestätigte die Siebenkämpferin ihre Fortschritte eindrücklich. Mit 4846 Punkten ist sie an der nationalen Spitze angelangt. Sie startete mit einer persönlichen Bestzeit von 14.37 sec über die Hürden in ihren erfolgreichen Wettkampf, Mit dieser Zeit steht sie auch unter den Spezialistinnen an der nationalen Spitze. Hohe Punktzahlen ergaben auch 1.65 m im Hochsprung sowie die 200m Meter mit 25.99 sec.

Mit Lea Ehammer, Nicole Höhener und Manuel Weibel erhielten 3 weitere Teufner/innen die Einladung unter den besten Mehrkampfern ihre Form zu testen. Die zeigt die aktuelle Stärke des Teufner Mehrkampfteam um den versierten Trainer Karl Wyler auf. Lea Ehammer bestätigte ihre Fortschritte mit Rang 4 und 4205 Punkten, damit gehört auch sie zur erweiterten nationalen Spitze. Ihre stärksten Disziplinen waren die Hürden, die Sprünge und die 200 m, wo sie gar die zweitbeste Zeit lief.

Für Nicole Höhener stellte dieser Einladungswettkampf ebenfalls eine wertvolle Standortbestimmung hinsichtlich SM dar. Mit 4140 Punkten erreichte sie ihre ehrgeizigen Ziele nicht ganz, da sie für einmal in ihrer Spezialdisziplin, dem Weitsprung die Abstimmung nicht fand. Manuel Weibel startete zusammen mit Ehammer im Zehnkampf, für ihn stellte Amriswil eine Aufbauwettkampf nach langer Pause dar.

(Bericht: Hans Koller, Fotos: Athletix)