«Mountain» 32 km, 2000 HM

Vor einiger Zeit versuchten uns Freunde für einen dieser Läufe in Zermatt zu begeistern.

Zur Auswahl standen 3 Strecken: 49km, 32km, 24km oder «nur» 19km. Aber alle mit genügend Höhenmetern, auch negativen. Den „Extrême“ am Freitag haben wir gleich weggelassen.

Weil Zermatt noch in guter Erinnerung war, als wir mit Mägi und Thomas den Ultra- und Zermattmarathon liefen, liessen wir uns wieder darauf ein. Die Strecke verlief anders, führte allerdings auch wieder abwärts zurück nach Zermatt. Trotzdem freuten wir uns schon auf das prächtige Panorama.

Zu sechst stiegen wir in den Zug und schwupps waren wir in Zermatt.

5 von uns hatten sich für die «Mountain» Strecke entschieden, Rahel, die Jüngste, nahm als einzige die 49 km und 3600 HM in Angriff.

Nach der Nacht in der Jugendherberge glänzte das Matterhorn bereits im Sonnenlicht. Ein super Wettkampf-Tag kündigte sich an und kühle Luft begrüsste uns. Als Rahel schon 2 Stunden unterwegs war, warteten wir auf den Startgong, der uns wie wilde Pferde loslaufen liess.

Ruedi und ich hatten keine speziellen Ambitionen: in unseren AK waren wir eher die «Alten» und wollten einfach ins Ziel kommen und den Lauf ohne Probleme geniessen, was wir denn auch (wenigstens ich) konnten.

Bei km7,5 kamen wir nach einer ersten happigen Steigung in Sunnegga an. Es lief noch rund….dann runter und wieder aufwärts zur Riffelalp. Herrliche Trails in wunderschöner Natur.

Danach negative Höhenmeter zur Verpflegung Furi. Immer wieder das prächtige Panorama der Bergwelt und des Matterhorns um uns.

Schliesslich die letzte happige Steigung zum Schwarzsee. Schön, wenn man aufwärts überholen kann und dazu geniessen. Oben angekommen, wusste ich, nun aufpassen, nur noch abwärts Richtung Staffelalp. Die Beine waren schwer und es ging am Anfang fast nicht von selber abwärts. Endlos folgten sich die hohen Stellriemen quer über den Weg! Schön abrollen, locker laufen, Beine heben….war mein Mantra. Die beiden jungen Männer, die ich jeweils aufwärts überholte, waren abwärts dann wieder vor mir. Jojo-mässig wechselten wir uns ab.

Bis Zermatt konnte ich aber bei jeder Steigung noch etwas zulegen und spurtete vor den Jungs ins Ziel. Was für ein gutes, glückliches Gefühl!

Ruedi lief es eigentlich auch gut. Er bekundete aber in der Höhe Mühe mit dem Atmen und hatte schwere Beine, konnte nicht Gas geben, sodass wir uns vor dem Schwarzsee aus den Augen verloren. Er kam aber auch glücklich und total zufrieden ins Ziel.

Astrid und Peter finishten auch erfolgreich, aber leider musste Hans wegen Krämpfen aufgeben. Rahel, die Powerfrau, bejubelten wir nach 9 Stunden 15 am Ziel.

Den Abend haben wir wieder gebührend gefeiert, waren wir doch extra noch eine Nacht länger im Wallis geblieben, um das Zusammensein zu geniessen.

Ruedi erreichte mit seiner Laufzeit in der AK 60+ den 5. Rang und ich war glücklich über meinen 3. Platz in der AK 50+.

Schaut euch die Strecken an, lasst euch von der Vielfalt motivieren. Das wäre auch als Ausflug für die TVT-Gruppe zu empfehlen – trotz der grossen Distanz von Teufen!

Ruedi und Lisa

 

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